Fallstricke im Bewerbungsgespräch
Die Klassiker unter den Fangfragen
Im Gegensatz zu einem Personalberater gehen der Personalchef und seine Mitarbeiter
unter Umständen forscher ans Werk - erst recht, wenn in einem Betrieb generell nicht
der feinste Umgangston herrscht. Dann kann es sein, dass jemand, der länger im Ausland
war, mit Fragen wie „Glauben Sie denn wirklich, dass Sie nach so langer Zeit wieder
in Wien Fuß fassen können?" konfrontiert wird. Zweck des Ganzen: Der ruppige Stil
soll den Kandidaten gezielt unter Stress setzen, damit sichtbar wird, wie der Bewerber
unter Druck reagiert.
Auf einen leicht provokanten Unterton sollte der Bewerber immer gefasst sein. Beliebt
ist etwa die Frage: „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?" Damit wird nicht
zuletzt das Selbstvertrauen auf die Probe gestellt. Besonders bei einer Lücke im
Lebenslauf haken Recruiter gerne nach, erst recht, wenn Weiterbildung, ein Sabbatical
oder eine Weltreise als Begründung angegeben werden.
Grundsätzlich gilt aber: Bereiten Sie sich vor! Viele glauben leider, das sei unnötig.
Bei der Vorbereitung geht es nicht um Auswendiglernen, sondern um die Auseinandersetzung
mit möglichen Fragen. Speziell zu Schwachstellen sollte der Bewerber einleuchtende
Antworten parat haben.
Während des Vorstellungsgesprächs muss man sich immer bewusst sein: Selbst, wenn
es entspannt läuft, hat jede Frage berufliche Relevanz. Daher immer überlegen, was
ein Interviewer mit einer Frage bezweckt. Das erfordert vielleicht ein paar Sekunden
Nachdenken, aber niemand sagt, dass die Antwort wie aus der Pistole geschossen kommen
muss.
Die Klassiker unter den Fangfragen
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Vorstellung
„Erzählen Sie uns etwas über sich." Für einen Vortrag gibt es ein Minus, erwartet
wird ein Kurzprofil mit rotem Faden.
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Begründungen
„Warum sollten wir gerade Sie einstellen?" Gefragt ist eine argumentationsreiche
Antwort, nicht die Floskel „… weil ich die richtige Person für diese Stelle bin".
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Makel
„Welche Schwächen haben Sie?" Der Umgang damit interessiert.
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Nestbeschmutzer
„Warum wollen Sie die Stelle wechseln?" Wer den bisherigen Arbeitgeber schlecht
macht, riskiert weitere verhängnisvolle Fragen.
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Ziele
„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?" Ehrgeiz kommt gut an, die Antwort darf aber
nicht so klingen, als würden Sie schon nach dem Posten Ihres künftigen Vorgesetzten
schielen.
Quelle:
Fangfragen im Vorstellungsgespräch souverän meistern (Besser bewerben)
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