Das VDN-Prinzip 

Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung

Organisieren Sie Ihre Aufgaben, Besprechungen und Projekte nach dem VDN-Prinzip? V steht für Vorbereitung, D für Durchführung und N für Nachbereitung; bei dem Prinzip geht es also eigentlich um nicht mehr als die Erinnerung daran, dass jede Aufgabenerledigung in drei Schritten erfolgt.

Der Alltag zeigt jedoch, dass vor allem die Nachbereitung gerne unter den Tisch fällt, was den Erfolg einer Aktion empfindlich schmälern kann, unabhängig von allen Investitionen in Vorbereitung und Durchführung.

Vorbereitung

Bereiten Sie jede wichtige Aktion und jeden wichtigen Termin gründlich vor. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Chirurg. Am Abend vor der Operation setzen Sie sich in Ruhe hin und lassen jeden Schritt der Operation vor Ihrem geistigen Auge ablaufen. Sie stellen sich alle Aktionen in der richtigen Reihenfolge bildlich vor. Wie würden Sie das Skalpell ansetzen? Welche Anweisungen würden Sie an Ihre Kollegen geben? Wie werden die darauf reagieren? Was müssen Sie besonderes deutlich hervor heben? Nur von so einem Arzt möchte ich mich operieren lassen. Agieren Sie auch vor einem Geschäftstermin wie dieser Operateur. Halten Sie außerdem den geplanten Ablauf mit einem Gesprächsleitfaden fest.

Durchführung

Beim Termin selbst konzentrieren Sie sich auf Ihr Gegenüber und auf die Angelegenheit, die Sie abwickeln wollen. Dabei geht es meist darum, sehr aufmerksam zuzuhören, den Standpunkt des Gesprächspartners zu verstehen, wichtige Informationen zu notieren. Machen Sie nicht den Fehler und überschütten Sie den Gesprächspartner mit einem Redeschwall, sondern sagen Sie nur das Nötige. Meist geht es darum, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, als spezifische Lösung für das Problem des Partners maß zuschneidern. Ihr Produkt oder Ihre Leistung löst genau sein Problem. Dazu müssen Sie zuerst sein Problem genau kennen. Das erfahren sie nicht mit einem Monolog Ihrerseits, sondern durch Zuhören, durch das Eingehen auf Ihr Gegenüber und durch interessiertes Nachfragen.

Nachbereitung

Lassen Sie nicht die Nachbereitung unter den Tisch fallen. Nur sie schließt eine Aktion oder den Termin ab und zieht die Lehren daraus. Fragen Sie sich was bei dem Termin gut gelaufen ist und was Sie für das nächste Mal verbessern wollen.

Wann soll die Nachbereitung am besten erfolgen? Drei Tipps dafür:

  • Direkt danach
    Die Nachbereitung – etwa eines Gesprächs – unmittelbar im Anschluss ist die effektivste Vorgehensweise. Noch sind alle wichtigen Inhalte im Kopf. Gut geht das bei externen Besprechungen auf der Rückreise, beispielsweise mit Notebook im Zug: Bedanken Sie sich bei Ihren Gesprächspartnern, fassen Sie die Ergebnisse zusammen, und ordnen Sie die To-do's, die daraus resultieren. Ein leichte Übung, die enorm viel bringt!

  • Am Tag danach
    Alternative ist der folgende Arbeitstag. Allerdings geht das eigentlich nur, wenn Sie die Nachbereitung auch direkt als Termin notiert haben. Am besten erledigen Sie die Nachbereitung noch, bevor Sie sich die vorgefundene Post ansehen oder Ihre E-Mails abrufen.

  • Zum Wochenschluss
    Geschieht es immer wieder, dass Sie trotz bester Absichten die Nachbereitung nicht zeitnah zur Aktivität erledigen, dann sollten Sie sich einen festen Nachbereitungsblock in Ihrem Terminkalender reservieren, beispielsweise immer am Freitag nachmittags. Das ist allerdings die mühsamste Variante, da manches schon vergessen ist.

No job is finished until the paper work is done! Dieser Spruch sollte nicht nur am Klosett hängen. Erst die Nachbereitung rundet eine Aktion ab und ermöglicht es, dass wir daraus lernen und in der Folge immer besser werden.