Schlechtes Auftreten

Problem schlechtes Auftreten und Sofortmaßnahmen zur Lösung

Schlechtes Auftreten

Wie oft erlebe ich, dass Mitarbeiter derselben Firma den Aufzug grußlos betreten. Selbst ihre Arbeitskollegen sind ihnen diese kleine Aufmerksamkeit nicht wert. Lieber krümmen sie sich zusammen und senken den Kopf, statt ein wenig Freundlichkeit ihren Kollegen zu schenken, mit denen sie an einem Strang ziehen sollten.

Selbst kleine Geschäfte werden oft grußlos betreten und die Verkäuferin nur als dienlicher Roboter gesehen, anstatt zu ihnen eine menschliche Verbindlichkeit herzustellen, die Vorteile beim folgenden Geschäftsabschluss bewirken könnten.

Oft konnte ich beobachten, dass selbst Verkaufsrepräsentanten, wenn Sie einen schon teilweise besetzten Sitzungssaal betreten, sich nicht die Mühe machen, auf die bereits wartenden Sitzungsteilnehmer zuzugehen und ihnen einen Funken Aufmerksamkeit zu schenken, indem sie sie persönlich grüßen oder ihnen die Hand schütteln. Ich frage mich, wie diese Verkäufer zu ihren Abschlüssen kommen.

Selten sehen die Menschen dieses offensichtliche Desinteresse an ihnen neutral. Diese fehlenden Umgangsformen werden oft als Unhöflichkeit, als Respektlosigkeit oder als Ignoranz interpretiert und mit entsprechender Abwehrhaltung erwidert. Würden Sie für jemanden, der Sie als Mensch nicht wahrnimmt, Ihr Bestes geben?

Lösungen für das Problem schlechtes Auftreten

Verbessern Sie Ihr Auftreten mit folgenden Maßnahmen:

  • Erscheinungsbild
    Achten Sie, wenn Sie zu einem wichtigen Termin oder Treffen kommen, auf Ihre Körperhaltung. Treten Sie Ihrem Gesprächspartner mit kerzengerader Haltung gegenüber. Beobachten Sie wie andere das tun und ahmen Sie gutes Auftreten nach. Achten Sie, dass Ihre Kleidung immer in Ordnung ist und dem Anlass entspricht. Jemand der solide Produkte oder Leistungen repräsentieren will, kann nicht in legerer Freizeitkleidung bei einem Geschäftstermin ankommen.

  • Freundliche Ausstrahlung und Humor
    Mit einem freundlichen Gesicht erreichen Sie mehr. Üben Sie sich in freundlicher Mimik und offener Gestik gegenüber Ihren Mitmenschen und geben Sie Ihnen damit einen Vorschuss an Freundlichkeit. Freundlichkeit fällt leicht, wenn Sie sich angewöhnen, zuerst immer das Positive im anderen zu sehen. Fragen Sie sich: „Was gefällt mir an ihm?“.
    Beweisen Sie Humor, indem Sie auch über sich selbst lachen können. Selbstironischer Witz macht Sie menschlicher und baut Barrieren ab.

  • Stimme und Sprache
    Der Klang Ihrer Stimme hat mehr Wirkung auf Ihre Mitmenschen als der Inhalt Ihrer Worte. Arbeiten Sie an Ihrer Stimme, trainieren Sie gegebenenfalls mit Profis. Eine starke, mächtige Stimme, auch in Situationen in denen Sie auf dem Prüfstein stehen oder unter Druck gesetzt werden, verschafft Ihrer Persönlichkeit einen zusätzlichen Vorteil.
    Wichtig ist auch eine klare verständliche Sprache. Bemühen Sie sich Ihre Botschaft mit einfachen, anschaulichen Worten zu transportieren, die Bilder im Kopf des Zuhörers entstehen lassen.

  • Höflichkeit
    Wozu Höflichkeit? Höflichkeit erleichtert das menschliche Zusammenleben. Höfliches Verhalten bedeutet auch Rücksicht zu nehmen. Das heißt, ich bemerke, dass der andere da ist und erweise ihm meine Referenz. Höflich Wünsche zu äußern oder Ansprüche geltend zu machen, führt sicherer zu Ihrem Ziel und verleiht der Persönlichkeit ein gediegenes Auftreten.

  • Respekt
    Wenn ich von jemandem etwas will, so ist die geringste Voraussetzung, dass ich ihm Respekt entgegenbringe. Ich grüße ihn. Ich weiß seinen Namen und spreche ihn auch öfter aus. Ich finde seine Gefühle und Bedürfnisse heraus und nehme darauf Rücksicht.

  • Charme
    Freundliche Ausstrahlung, gezielte Komplimente, Bewunderung für mein Gegenüber lassen mich charmant wirken. Ich kann damit die Menschen für mich einnehmen. Charme macht mich zum Gewinner.

  • Charisma
    Charisma ist eine Steigerung der genannten Eigenschaften und Techniken. Persönlichkeit, Erscheinung, Ausstrahlung, Stimme, gekonnter Einsatz von Worten und Charme machen das Charisma eines Menschen aus. Es ist eine Mischung aus angeborenen Talent und konsequenter Übung.

Barack Obama, der junge US-Präsidentschaftskandidat, gewinnt die Menschen mit seinem Auftreten. Dabei hat er Elemente von zwei Ausnahme-Charismatikern John F. Kennedy und Martin Luther King übernommen.
Wie Kennedy verspricht er die Veränderung zu einem neuen, besseren Amerika mit Chancen und Wohlstand für alle. Gemeinsam könnten die Amerikaner es schaffen, diese oft nebulosen Ziele zu erreichen. Er gibt sich aufrichtig und einfühlsam. Seine Worte besagen nicht genaues, doch er bringt seine Zuhörer dazu, von einer wunderbaren Zukunft zu träumen. Dabei bedient er sich der blumigen, nahezu ins Singen übergehenden Rhetorik von Dr. King. Seine elegante Erscheinung und seine freie Rede unterstreichen darüber hinaus sein souveränes Auftreten.


Barack Obama besticht durch Redekunst und souveränes Auftreten